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Some Experiments On the Optical Orientation in Philanthus Triangulum Fabr.1)

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[Einige Aspekte der Orientierung des Bienenwolfes (Philanthus triangulum Fabr.) bei der Rückkehr nach dem Neste wurden mittels der Dressurmethode untersucht. Hierzu wurde das Verhalten verschiedenen Orientierungsmarken gegenüber analysiert. Zuerst wurde Experimente angestellt über die Bedeutung der sogenannten "relativen" und "absoluten"' Merkmale in einer Dressursituation. Die Wespen wurden hierzu dressiert auf eine quadratische Holztafel beim Neste. Mittels Verschiebungen und Drehungen dieser Orientierungsmarke war es leicht zu beweisen, dass Faktoren ausserhalb der Wegmarke (s.g. "abolute" Faktoren) bei der Orientierung eine beträchtliche Rolle spielten. Ein Kiefernast, in weiterer Nestumgebung aufgestellt, konnte als richtungbestimmendes Element eingeführt werden. So wurde es klar, dass der "Faktor ausserhalb der Wegmarke" die gegenseitige Lage der beiden Orientierungsmarken war, also eine Relation. In diesem Verhältnis ist der Gebrauch der Bezeichnung "absolut" kaum haltbar, denn die "Faktoren ausserhalb des Merkmales" konnten bestimmt werden als Merkmale eines grösseren Wegmarkenkomplexes. Sie sind also relativ in grösserem Zusammenhang. Die Unterscheidung in "relativeri' und "absoluten" Elementen in optischen Weginarkkonstellationen ist also weniger scharf als gewöhnlich angenommen wird, die Orientierung auf sogenannte "absolute" Elemente erwies sich als das Perzipieren einer Relation. Alsdann wurde untersucht ob und wiefern eine Wegmarkkonstellation "Gestalts"gemäss wahrgenommen wird. Hierzu wurde als Dressuranordnung ein Kiefernzapfenkreis um das Nest benutzt. Mittels einer Reihe von Experimenten konnte ich feststellen dass die Wespen sich dem Komplexe "Nesteingang mit Zapfenkreis" gegenüber als einer Ganzheit gegenüber verhielten. Es war nicht möglich bestimmte Elemente oder Teile als besonders wichtige Orientierungsmarken zu isolieren. Der Komplex wurde also als eine "Figur" abgehoben von dem "Grund" der Nestumgebung. In dieser "Figur" hatte das Ganze (die gegebene Konstellation) für das Tier Eigenschaften, welche nicht erklärt werden konnten aus den Eigenschaften der Teile. Die gegebene Konfiguration (Gestalt) ist also mehr als ein willkürlicher Komplex der zusammensetzenden Teile. So konnte ich die Kreisanordnung nicht durch eine willkürliche Anhäufung der Zapfen ersetzen ohne ihr die Bedeutung als Nestmarke fast ganz zu nehmen. Wenn ich den Komplex durch weitgehende Aenderung der Form, der Farbe oder des Materials aller Teile "transponierte", dann wurde dies in hohem Masse von den Wespen ertragen, wenn nur die richtige Dressuranordnung beibehalten wurde. Das Lageverhältnis (die "Relation") der Nestöffnung zu den Wegmarken hat offenbar seine Bedeutung, denn der Eingang wird gesucht am richtigen Punkt im Markenkreis, auch als dieser an einer fremden Stelle angebracht und der Eingang des Scheinnestes nicht durch eine Öffnung oder durch den üblichen Sandfleck markiert worden war. Fremde Figuren (Ellips, Viereck, Dreieck, offener Winkel, Reihe) werden von der Dressuranordnung unterschieden, aber sie werden als Ersatzmerkmale angenommen wenn nur der Charakter einer geschlossenen Figur um das Nest beibehalten wurde. Bei der Anbietung von diskontinuen Anordnungen der Elemente zeigte sich in hohem Masse die Wiedererkennung der Dressurfigur, wenn in der Anordnung nur deutlich der Charakter eines Kreises (oder jedenfalls einer geschlossenen Figur) um das Nest behalten blieb. In mehr komplizierten diskontinuen Anordnungen wird die Dressurfigur wiedererkannt in bestimmten Gruppen; die Zusammenfassung dieser Gruppen als Ganzheiten kam zustande auf Grund der "relativen Nähe der Teile" und "Geschlossenheit der Figur". Wenn wir das Verhalten der Figur gegenüber, falls diese nicht aus den originellen Elementen zusammengesetzt wurde, vergleichen mit dem einer willkürlichen Anordnung der originellen Elemente gegenüber, dann zeigt sich erstere deutlich als wichtiger für die Orientierung. Die Merkmale der Elemente werden dennoch sehr gut wahrgenommen und wiedererkannt, denn die Wespen unterscheiden den Dressurkomplex von jedem andern Wegmarkenkomplexe und ziehen ihm diesem vor. Ausserdem werden nicht alle Ersatzelemente ertragen, obwohl sie in der richtigen Anordnung geboten wurden. Es handelt sich also nicht um Wahrnehmung des Ganzes im Gegensatz zu Wahrnehmung der Teile, sondern um Wahrnehmung des Ganzen nebst den Eigenschaften der Teile. Die Konstellation hat die Eigenschaften einer Gestalt, denn, wie oben erwähnt, sie wird als eine "Figur" abgehoben vom "Grund", ist mehr als ein willkürlicher Komplex, ist transponierbar, wird benutzt in seiner Relation zum Nesteingang, wird in diskontinuen Komplexen wiedererkannt auf Grund "relativer Nähe der Teile" und "Geschlossenheit der Figur". Hiermit ist nachgewiesen dass in der optischen Orientierung von Philanthus "Gestalten" eine wichtige Rolle spielen., Einige Aspekte der Orientierung des Bienenwolfes (Philanthus triangulum Fabr.) bei der Rückkehr nach dem Neste wurden mittels der Dressurmethode untersucht. Hierzu wurde das Verhalten verschiedenen Orientierungsmarken gegenüber analysiert. Zuerst wurde Experimente angestellt über die Bedeutung der sogenannten "relativen" und "absoluten"' Merkmale in einer Dressursituation. Die Wespen wurden hierzu dressiert auf eine quadratische Holztafel beim Neste. Mittels Verschiebungen und Drehungen dieser Orientierungsmarke war es leicht zu beweisen, dass Faktoren ausserhalb der Wegmarke (s.g. "abolute" Faktoren) bei der Orientierung eine beträchtliche Rolle spielten. Ein Kiefernast, in weiterer Nestumgebung aufgestellt, konnte als richtungbestimmendes Element eingeführt werden. So wurde es klar, dass der "Faktor ausserhalb der Wegmarke" die gegenseitige Lage der beiden Orientierungsmarken war, also eine Relation. In diesem Verhältnis ist der Gebrauch der Bezeichnung "absolut" kaum haltbar, denn die "Faktoren ausserhalb des Merkmales" konnten bestimmt werden als Merkmale eines grösseren Wegmarkenkomplexes. Sie sind also relativ in grösserem Zusammenhang. Die Unterscheidung in "relativeri' und "absoluten" Elementen in optischen Weginarkkonstellationen ist also weniger scharf als gewöhnlich angenommen wird, die Orientierung auf sogenannte "absolute" Elemente erwies sich als das Perzipieren einer Relation. Alsdann wurde untersucht ob und wiefern eine Wegmarkkonstellation "Gestalts"gemäss wahrgenommen wird. Hierzu wurde als Dressuranordnung ein Kiefernzapfenkreis um das Nest benutzt. Mittels einer Reihe von Experimenten konnte ich feststellen dass die Wespen sich dem Komplexe "Nesteingang mit Zapfenkreis" gegenüber als einer Ganzheit gegenüber verhielten. Es war nicht möglich bestimmte Elemente oder Teile als besonders wichtige Orientierungsmarken zu isolieren. Der Komplex wurde also als eine "Figur" abgehoben von dem "Grund" der Nestumgebung. In dieser "Figur" hatte das Ganze (die gegebene Konstellation) für das Tier Eigenschaften, welche nicht erklärt werden konnten aus den Eigenschaften der Teile. Die gegebene Konfiguration (Gestalt) ist also mehr als ein willkürlicher Komplex der zusammensetzenden Teile. So konnte ich die Kreisanordnung nicht durch eine willkürliche Anhäufung der Zapfen ersetzen ohne ihr die Bedeutung als Nestmarke fast ganz zu nehmen. Wenn ich den Komplex durch weitgehende Aenderung der Form, der Farbe oder des Materials aller Teile "transponierte", dann wurde dies in hohem Masse von den Wespen ertragen, wenn nur die richtige Dressuranordnung beibehalten wurde. Das Lageverhältnis (die "Relation") der Nestöffnung zu den Wegmarken hat offenbar seine Bedeutung, denn der Eingang wird gesucht am richtigen Punkt im Markenkreis, auch als dieser an einer fremden Stelle angebracht und der Eingang des Scheinnestes nicht durch eine Öffnung oder durch den üblichen Sandfleck markiert worden war. Fremde Figuren (Ellips, Viereck, Dreieck, offener Winkel, Reihe) werden von der Dressuranordnung unterschieden, aber sie werden als Ersatzmerkmale angenommen wenn nur der Charakter einer geschlossenen Figur um das Nest beibehalten wurde. Bei der Anbietung von diskontinuen Anordnungen der Elemente zeigte sich in hohem Masse die Wiedererkennung der Dressurfigur, wenn in der Anordnung nur deutlich der Charakter eines Kreises (oder jedenfalls einer geschlossenen Figur) um das Nest behalten blieb. In mehr komplizierten diskontinuen Anordnungen wird die Dressurfigur wiedererkannt in bestimmten Gruppen; die Zusammenfassung dieser Gruppen als Ganzheiten kam zustande auf Grund der "relativen Nähe der Teile" und "Geschlossenheit der Figur". Wenn wir das Verhalten der Figur gegenüber, falls diese nicht aus den originellen Elementen zusammengesetzt wurde, vergleichen mit dem einer willkürlichen Anordnung der originellen Elemente gegenüber, dann zeigt sich erstere deutlich als wichtiger für die Orientierung. Die Merkmale der Elemente werden dennoch sehr gut wahrgenommen und wiedererkannt, denn die Wespen unterscheiden den Dressurkomplex von jedem andern Wegmarkenkomplexe und ziehen ihm diesem vor. Ausserdem werden nicht alle Ersatzelemente ertragen, obwohl sie in der richtigen Anordnung geboten wurden. Es handelt sich also nicht um Wahrnehmung des Ganzes im Gegensatz zu Wahrnehmung der Teile, sondern um Wahrnehmung des Ganzen nebst den Eigenschaften der Teile. Die Konstellation hat die Eigenschaften einer Gestalt, denn, wie oben erwähnt, sie wird als eine "Figur" abgehoben vom "Grund", ist mehr als ein willkürlicher Komplex, ist transponierbar, wird benutzt in seiner Relation zum Nesteingang, wird in diskontinuen Komplexen wiedererkannt auf Grund "relativer Nähe der Teile" und "Geschlossenheit der Figur". Hiermit ist nachgewiesen dass in der optischen Orientierung von Philanthus "Gestalten" eine wichtige Rolle spielen.]

10.1163/156853948X00100
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1948-01-01
2016-12-05

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