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Vorläufige Mitteilung Über Den Beziehungstype Hund-Katze

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[I. Die causal-biologische Fundierung des Beziehunstype Hund-Katze erweist sich bei vergleichender Beobachtung des Verhaltens wilder, halbwilder und zahmer, beziehungsweise domestizierter Individuen der beiden Arten als vorwiegend auf zwei B e d i n g t h e i t e n b e r u h e n d. 2. Von diesen zwei Bedingtheiten ist die eine die R i v a l i t ä t i m i n t e r f e-rierenden Biotop, die zweite beruht auf der n a t u r g e g e b e n e n Agression z w i s c h e n R a u b t i e r u n d w e h r h a f t e r B e u t e. 3. Zu diesen beiden Konfliktquellen treten noch die teilweise V e r s c h i e d e n-h e i t d e r A u s d r u c k s b e w e g u n g e n b e i beiden Arten, sowie die primär aggressive Einstellung der Katze gegenüber ihrer Umwelt, als aggressionsauslösende Faktoren hinzu. 4. Die aussergewöhnlich g r o s s e V a r i a t i o n s b r e i t e d e s H u n d e s in bezug auf Körpergrösse, physische Kraft und einzelne hier determinierende Trieb-komplexe führen dazu, dass es nicht zu einer eindeutigen biologischen Rangordnung im Sinne einer Unterlegenheit der Katze gegenüber dem Hund kommt. Es bildet sich vielmehr in den einzelnen interferierenden Territorien eine Art g e m i s c h t e r R a n g o r d n u n g zwischen den E i n z e l i n d i v i d u e n beider Arten. 5. Auf der "freien Wildbahn" schwankt das Verhältniss zwischen Hund und Katze in i n d i v i d u e l l e r V a r i a t i o n von dauernder A g g r e s s i v i t ä t bis zur aggressionsarmer beiderseitiger Duldung. Niemals konnte ein freundschaftliches Verhältniss beobachtet werden. 6. Die H a u s t i e r h a 1 t u n g an sich hat zwar abändernden Einfluss auf den Beziehungstyp, die Konfliktsituation bleibt aber in der Regel erhalten und kann sich sogar verschärfen. 7. Erst wenn der M e n s c h sich b e w u s s t in das Verhältniss Hund-Katze e i n-k l i n k t, kann er durch seine Führung die dem Beziehungstyp zugrunde liegende aggressive Affekttönung soweit verändern, dass dadurch die Möglichkeit zur Bildung einer interspezifischen Mensch-Hund-Katze-Sozietät geschaffen wird. 8. In Analogie zum bekannten THORNDYKESchen Lehrsatz, dass man das Verhalten einer domestizierten Art nur aus Beobachtung und Erforschung ihrer wilden Ahnen restlos verstehen kann, glauben wir sagen zu können, dass umgekehrt auch die Beobachtung und Erforschung der zahmen oder halbzahmen Vertreter einer Art für das Verständniss der Wildform aufschlussreich sein kann., I. Die causal-biologische Fundierung des Beziehunstype Hund-Katze erweist sich bei vergleichender Beobachtung des Verhaltens wilder, halbwilder und zahmer, beziehungsweise domestizierter Individuen der beiden Arten als vorwiegend auf zwei B e d i n g t h e i t e n b e r u h e n d. 2. Von diesen zwei Bedingtheiten ist die eine die R i v a l i t ä t i m i n t e r f e-rierenden Biotop, die zweite beruht auf der n a t u r g e g e b e n e n Agression z w i s c h e n R a u b t i e r u n d w e h r h a f t e r B e u t e. 3. Zu diesen beiden Konfliktquellen treten noch die teilweise V e r s c h i e d e n-h e i t d e r A u s d r u c k s b e w e g u n g e n b e i beiden Arten, sowie die primär aggressive Einstellung der Katze gegenüber ihrer Umwelt, als aggressionsauslösende Faktoren hinzu. 4. Die aussergewöhnlich g r o s s e V a r i a t i o n s b r e i t e d e s H u n d e s in bezug auf Körpergrösse, physische Kraft und einzelne hier determinierende Trieb-komplexe führen dazu, dass es nicht zu einer eindeutigen biologischen Rangordnung im Sinne einer Unterlegenheit der Katze gegenüber dem Hund kommt. Es bildet sich vielmehr in den einzelnen interferierenden Territorien eine Art g e m i s c h t e r R a n g o r d n u n g zwischen den E i n z e l i n d i v i d u e n beider Arten. 5. Auf der "freien Wildbahn" schwankt das Verhältniss zwischen Hund und Katze in i n d i v i d u e l l e r V a r i a t i o n von dauernder A g g r e s s i v i t ä t bis zur aggressionsarmer beiderseitiger Duldung. Niemals konnte ein freundschaftliches Verhältniss beobachtet werden. 6. Die H a u s t i e r h a 1 t u n g an sich hat zwar abändernden Einfluss auf den Beziehungstyp, die Konfliktsituation bleibt aber in der Regel erhalten und kann sich sogar verschärfen. 7. Erst wenn der M e n s c h sich b e w u s s t in das Verhältniss Hund-Katze e i n-k l i n k t, kann er durch seine Führung die dem Beziehungstyp zugrunde liegende aggressive Affekttönung soweit verändern, dass dadurch die Möglichkeit zur Bildung einer interspezifischen Mensch-Hund-Katze-Sozietät geschaffen wird. 8. In Analogie zum bekannten THORNDYKESchen Lehrsatz, dass man das Verhalten einer domestizierten Art nur aus Beobachtung und Erforschung ihrer wilden Ahnen restlos verstehen kann, glauben wir sagen zu können, dass umgekehrt auch die Beobachtung und Erforschung der zahmen oder halbzahmen Vertreter einer Art für das Verständniss der Wildform aufschlussreich sein kann.]

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/content/journals/10.1163/156853948x00119
1948-01-01
2015-04-26

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