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Einiges Aus Der Pflegewelt Der Mutterhündin

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[1. Innerhalb des Art-typischen Rahmens variiert das Brutpflegeverhalten der Mutter-hündinnen in individueller Weise. 2. Das "Glück" bei der Aufzucht des Wurfes ist (von Krankheit und exogenem Schicksal abgesehen) von drei Faktoren abhängig: a) dem trotz Domestikation mehr oder minder erhalten gebliebenen "richtigen" Ablauf der durch den Brutpflegetrieb ausgelösten Instinkthandlungen. b) dem Verhältnis der beteiligten Triebe zueinander (Brutpflegetrieb, Selbsterhaltungstrieb, Kampftrieb, Schutztrieb, soziale Triebe). c) von der individuellen Reizschwelle des Muttertieres. Als günstig für den Erfolg haben sich dabei erwiesen: (i) mittlere Temperamentslage, (2) mittlere Entwicklung des Brutpflegetriebes und der sozialen Triebe (speziell der auf den Menschen gerichteten), (3) geringe Entwicklung des Selbsterhaltungstriebes und der damit zusammenhängenden Schärfe, sowie der anderen, dem Kampfkomplex angehörigen Triebe. 3. Die Fürsorge der Mutterhündin gegenüber dem Welpen ist kein rein automatisch ablaufender hormonaler Prozess, sondern wird durch die "Gestalt" des Welpen beeinflusst. Je hilfloser und pflegebedürftiger die Welpen sind, umso grösser ist im allgemeinen die Trieberregtheit der Hündin in Bezug auf den Brutpflegetrieb und umso intensiver ihre diesbezüglichen Instinkthandlungen. 4. Der Gestaltscharakter des Welpen wird vor allem durch den Geruch und das vom Entwicklungsgrad determinierte Verhalten bestimmt, daneben sind aber auch Grösse und Haarfarbe von Bedeutung. 5. Das natürliche Triebbefriedigungsobjekt des Brutpflegetriebes, der eigene Welp, kann unter Umständen durch Ersatzobjekte, auch leblose, ersetzt oder ergänzt werden. 6. Das Verhalten gegenüber der Umwelt ändert sich unter dem Einfluss des Brutpflegetriebes mehr oder minder stark. Im Allgemeinen lockert sich das Domestikationsverhältnis gegenüber dem Menschen und wird die Aggressivität gegenüber der Umwelt gesteigert. Die Variationsamplitude reicht von wildtierähnlichem Verhalten bis zur (allerdings seltenen) Steigerung des Domestikationsverhältnisses. 7. Es kommen auch Fälle von Scheinschwangerschaft vor, bei denen die Hündinnen zu dem Zeitpunkt, zu dem sie bei normalem Schwangerschaftsverlauf geboren hätten, sowohl physisch wie psychisch bereit und geeignet sind, untergelegte fremde Welpen anzuziehen., 1. Innerhalb des Art-typischen Rahmens variiert das Brutpflegeverhalten der Mutter-hündinnen in individueller Weise. 2. Das "Glück" bei der Aufzucht des Wurfes ist (von Krankheit und exogenem Schicksal abgesehen) von drei Faktoren abhängig: a) dem trotz Domestikation mehr oder minder erhalten gebliebenen "richtigen" Ablauf der durch den Brutpflegetrieb ausgelösten Instinkthandlungen. b) dem Verhältnis der beteiligten Triebe zueinander (Brutpflegetrieb, Selbsterhaltungstrieb, Kampftrieb, Schutztrieb, soziale Triebe). c) von der individuellen Reizschwelle des Muttertieres. Als günstig für den Erfolg haben sich dabei erwiesen: (i) mittlere Temperamentslage, (2) mittlere Entwicklung des Brutpflegetriebes und der sozialen Triebe (speziell der auf den Menschen gerichteten), (3) geringe Entwicklung des Selbsterhaltungstriebes und der damit zusammenhängenden Schärfe, sowie der anderen, dem Kampfkomplex angehörigen Triebe. 3. Die Fürsorge der Mutterhündin gegenüber dem Welpen ist kein rein automatisch ablaufender hormonaler Prozess, sondern wird durch die "Gestalt" des Welpen beeinflusst. Je hilfloser und pflegebedürftiger die Welpen sind, umso grösser ist im allgemeinen die Trieberregtheit der Hündin in Bezug auf den Brutpflegetrieb und umso intensiver ihre diesbezüglichen Instinkthandlungen. 4. Der Gestaltscharakter des Welpen wird vor allem durch den Geruch und das vom Entwicklungsgrad determinierte Verhalten bestimmt, daneben sind aber auch Grösse und Haarfarbe von Bedeutung. 5. Das natürliche Triebbefriedigungsobjekt des Brutpflegetriebes, der eigene Welp, kann unter Umständen durch Ersatzobjekte, auch leblose, ersetzt oder ergänzt werden. 6. Das Verhalten gegenüber der Umwelt ändert sich unter dem Einfluss des Brutpflegetriebes mehr oder minder stark. Im Allgemeinen lockert sich das Domestikationsverhältnis gegenüber dem Menschen und wird die Aggressivität gegenüber der Umwelt gesteigert. Die Variationsamplitude reicht von wildtierähnlichem Verhalten bis zur (allerdings seltenen) Steigerung des Domestikationsverhältnisses. 7. Es kommen auch Fälle von Scheinschwangerschaft vor, bei denen die Hündinnen zu dem Zeitpunkt, zu dem sie bei normalem Schwangerschaftsverlauf geboren hätten, sowohl physisch wie psychisch bereit und geeignet sind, untergelegte fremde Welpen anzuziehen.]

Affiliations: 1: Israel Canine Research-Institute, Kiriat Motzkin Inear Haifa

10.1163/156853953X00140
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1953-01-01
2017-01-20

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