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Zur Vergleichenden Ethologie Verschiedener Mollienesia-Arten Einschliesslich Einer Höhlenform Von M. Sphenops

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[1) Auf Grund von Größe und Differenzierungsgeschwindigkeit wird bei M. velifera und M. latipinna zwischen Früh- und Spät-♂ ♂ unterschieden. Die Spät-♂ ♂ von M. velifera bilden eine Dorsale aus, die meist höher als der Körper ist. Auf einige Faktoren für die Ausbildung der hohen Dorsale wird eingegangen. Die ♂♂ des zur Verfügung stehenden Stammes von M. latipinna bildeten dagegen keine hohe Dorsale aus2) Alle ♂♂ der beiden "hochflossigen" Arten M. velifera und M. latipinna (ausgenommen die Früh- ♂♂ von M. latipinna) zeigen eine Schaubalz vor dem ♀ (Balzschwimmen), bei der die aufgestellte Dorsale dem ♀ in auffallender Weise dargeboten wird. Bei der "niedrigflossigen" Art M. sphenops fehlt dagegen eine solche optisch wirksame Balz. Andererseits sind Anschwimmen, Folgen und Nippen in ihrer Intensität deutlich gesteigert. Die Einzelelemente des Rivalenverhaltens stimmen in qualitativer Hinsicht bei "hoch"und "niedrigflossigen" Arten recht gut überein. 3) Von M. sphenops wurde eine Höhlenform untersucht, die sich von der oberirdischen Form durch fast vollständiges Fehlen von aggressiven Reaktionen unterscheidet. Als Ursache der fehlenden Aggressivität wird eine genetisch bedingte Degeneration des Rivalenverhaltens angenommen. Die Reduktion des Aggressionsverhaltens ist unter den Bedingungen des Höhenlebens vermutlich selektionistisch begünstigt. Da die Wirkung aggressiver Verhaltensweisen auf den Gegner im Dunkeln stark vermindert ist, dürfte es für das ♂ vorteilhafter sein, möglichst lange mit dem ♀ in Kontakt zu bleiben. Die aggressive Auseinandersetzung mit dem Rivalen aber würde im allgemeinen dazu führen, daß die Verbindung zum ♀ für längere Zeit verloren geht. Das Fehlen einer Schaubalz beim oberirdischen M. sphenops, die deutlich gesteigerte sexuelle Aktivität und vor allem die Fähigkeit der ♂ ♂ , auch sehr schnell schwimmenden ♀♀ nippend zu folgen, lassen die Annahme zu, daß der oberirdisch lebende M. sphenops für ein erfolgreiches Leben im Dunkeln prädisponiert ist. 4) Bei allen drei Arten wurde das zeitliche Auftreten der einzelnen Verhaltensweisen während der Ontogenese registriert. Die Jungtiere der drei untersuchten Arten verfügen schon einige Tage nach der Geburt über das vollständige Rivalenverhalten. Die Einzelelemente des Sexualverhaltens erscheinen dagegen erst kurz vor oder mit beginnender geschlechtlicher Differenzierung. Die Form der Einzelelemente des Sexual- und Rivalenverhaltens unterscheidet sich nicht von derjenigen erwachsener Tiere. Auffallend ist aber die außerordentliche Häufigkeit aggressiver Verhaltensweisen bei Jungfischen. Die Einzelelemente folgten nicht in rein zufälliger und beliebiger Reihenfolge aufeinander, sondern es waren schon die gleichen Verhaltensfolgen zu beobachten wie bei erwachsenen Tieren. 5) Es wurden Kaspar-Hauser- ♂♂ aller drei Arten beobachtet. Die Entwicklung fast aller beschriebenen Elemente des Sexual- und Rivalenverhaltens ist von der Erfahrung mit Artgenossen unabhängig. 6) Ein Vergleich der bisher ethologisch untersuchten Arten der Gattung Poecilia i.w.S., d.h. im Sinne von ROSEN & BAILEY (1963), ergibt zum Teil erhebliche Unterschiede in der Balz. Zwei der bisher untersuchten Arten zeigen überhaupt keine Anzeichen einer Schaubalz. Die Zurückführung der Balz auf einen Grundtypus scheint im Gegensatz zu den Verhältnissen innerhalb der Gattung Xiphophorus nach den bisherigen Untersuchungen nicht möglich zu sein.., 1) Auf Grund von Größe und Differenzierungsgeschwindigkeit wird bei M. velifera und M. latipinna zwischen Früh- und Spät-♂ ♂ unterschieden. Die Spät-♂ ♂ von M. velifera bilden eine Dorsale aus, die meist höher als der Körper ist. Auf einige Faktoren für die Ausbildung der hohen Dorsale wird eingegangen. Die ♂♂ des zur Verfügung stehenden Stammes von M. latipinna bildeten dagegen keine hohe Dorsale aus2) Alle ♂♂ der beiden "hochflossigen" Arten M. velifera und M. latipinna (ausgenommen die Früh- ♂♂ von M. latipinna) zeigen eine Schaubalz vor dem ♀ (Balzschwimmen), bei der die aufgestellte Dorsale dem ♀ in auffallender Weise dargeboten wird. Bei der "niedrigflossigen" Art M. sphenops fehlt dagegen eine solche optisch wirksame Balz. Andererseits sind Anschwimmen, Folgen und Nippen in ihrer Intensität deutlich gesteigert. Die Einzelelemente des Rivalenverhaltens stimmen in qualitativer Hinsicht bei "hoch"und "niedrigflossigen" Arten recht gut überein. 3) Von M. sphenops wurde eine Höhlenform untersucht, die sich von der oberirdischen Form durch fast vollständiges Fehlen von aggressiven Reaktionen unterscheidet. Als Ursache der fehlenden Aggressivität wird eine genetisch bedingte Degeneration des Rivalenverhaltens angenommen. Die Reduktion des Aggressionsverhaltens ist unter den Bedingungen des Höhenlebens vermutlich selektionistisch begünstigt. Da die Wirkung aggressiver Verhaltensweisen auf den Gegner im Dunkeln stark vermindert ist, dürfte es für das ♂ vorteilhafter sein, möglichst lange mit dem ♀ in Kontakt zu bleiben. Die aggressive Auseinandersetzung mit dem Rivalen aber würde im allgemeinen dazu führen, daß die Verbindung zum ♀ für längere Zeit verloren geht. Das Fehlen einer Schaubalz beim oberirdischen M. sphenops, die deutlich gesteigerte sexuelle Aktivität und vor allem die Fähigkeit der ♂ ♂ , auch sehr schnell schwimmenden ♀♀ nippend zu folgen, lassen die Annahme zu, daß der oberirdisch lebende M. sphenops für ein erfolgreiches Leben im Dunkeln prädisponiert ist. 4) Bei allen drei Arten wurde das zeitliche Auftreten der einzelnen Verhaltensweisen während der Ontogenese registriert. Die Jungtiere der drei untersuchten Arten verfügen schon einige Tage nach der Geburt über das vollständige Rivalenverhalten. Die Einzelelemente des Sexualverhaltens erscheinen dagegen erst kurz vor oder mit beginnender geschlechtlicher Differenzierung. Die Form der Einzelelemente des Sexual- und Rivalenverhaltens unterscheidet sich nicht von derjenigen erwachsener Tiere. Auffallend ist aber die außerordentliche Häufigkeit aggressiver Verhaltensweisen bei Jungfischen. Die Einzelelemente folgten nicht in rein zufälliger und beliebiger Reihenfolge aufeinander, sondern es waren schon die gleichen Verhaltensfolgen zu beobachten wie bei erwachsenen Tieren. 5) Es wurden Kaspar-Hauser- ♂♂ aller drei Arten beobachtet. Die Entwicklung fast aller beschriebenen Elemente des Sexual- und Rivalenverhaltens ist von der Erfahrung mit Artgenossen unabhängig. 6) Ein Vergleich der bisher ethologisch untersuchten Arten der Gattung Poecilia i.w.S., d.h. im Sinne von ROSEN & BAILEY (1963), ergibt zum Teil erhebliche Unterschiede in der Balz. Zwei der bisher untersuchten Arten zeigen überhaupt keine Anzeichen einer Schaubalz. Die Zurückführung der Balz auf einen Grundtypus scheint im Gegensatz zu den Verhältnissen innerhalb der Gattung Xiphophorus nach den bisherigen Untersuchungen nicht möglich zu sein..]

Affiliations: 1: Zoologisches Staatsinstitut und Museum, Hamburg, Deutschland

10.1163/156853969X00297
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1969-01-01
2016-09-26

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