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Untersuchungen Über Die Reaktionsauslösenden Signalstrukturen Des Fitis-Gesanges

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[Die für die Artspezifität der Nachricht essentiellen Strukturen im Gesang von Phylloscopus trochilus wurden mittels modifizierter Klang-Attrappen an territorialen ♂♂ untersucht. Die Methode bietet eindeutige, abgestufte Kriterien für das Erkennen des Artgesanges, welche beschrieben und normiert wurden. 2. Der Fitis-Gesang hält eine bestimmte artspezifische Syntax ein. Die wichtigsten Teile hierin sind die Phrasen 1 und 4. Die Phrasen 2 und 3 fungieren als Überleitung zwischen diesen beiden und üben eine stark fördernde Wirkung für das eindeutige Reagieren auf die zwei vorigen aus, obwohl sie, alleine abgespielt, nicht reaktionsauslösend sind. Es werden Zwischensymboleinflüsse im Dienste akustischer Gestaltwahrnehmung nachgewiesen. Phrasen und Elemente nehmen einen festen Platz in der Syntax ein. Wird diese willkürlich geändert, so kann die Reaktionsstärke bis auf Null absinken. Doppelgesänge sind hoch redundant. Eine Kombination von Phrasen oder Elementen verschiedener Fitis-Gesänge wirkt sich negativ aus. Ein stärkerer reaktionsmindernder Effekt wurde aber durch Einfügen artfremder Gesangselemente und arteigener Rufe in den Gesang erhalten. Dieser kann sich auch auf arttypische Gesangsteile erstrecken, die dem Fremdmotiv voraufgegangen sind. 3. Die Phrasen können nicht ohne Reaktionsverlust verkürzt werden. Die Zeichen-wiederholung ist hier kein redundantes Prinzip. 4. Der Informationsgehalt ist in dem ersten Drittel der Elemente am höchsten und im letzten am geringsten. Modifikationen des intraelementaren Amplitudenverlaufes und des Abklingens (Nachhall) wirken sich nicht negativ aus. Störend sind aber Änderungen im Frequenzverlauf der Elemente. Ein widernatürlicher Verlauf oder auch das Fehlen einer Tonhöhenbewegung bewirken sehr hohen Reaktionsverlust. Über die Bedeutung des Klangcharakters ergaben sich widersprüchliche Resultate. 5. Die Pausen zwischen den Elementen können verkürzt oder fortgelassen nicht aber wesentlich verlängert werden (Kurzzeitgedächtnis-Leistung). Zeitlich gedehnte Strophen wurden wesentlich schwächer beantwortet als geraffte Gesänge. 6. Durch Hochpaß-, Tiefpaß- und Terzfilterung wurde der essentielle Bereich des Frequenzbandes bestimmt. Das Frequenzspektrum ist jedoch wesentlich weiter und gewährt eine hohe Sicherheit gegen störende Einwirkungen auf dem Übertragungswege. Die Frequenzlage der Strophe ist in engen Grenzen fixiert, läßt sich aber ohne Reaktionsverlust im natürlichen Streuungshereich variieren. Transpositionen um ± 3 kHz vernichten schließlich die Artspezifität der Nachricht. 7. Modifikationen des Amplitudenverlaufes innerhalb der Strophe beeinträchtigen die Reaktion nicht. 8. Durch weißes Rauschen gestörte Aufnahmen werden noch mit 80%iger Reaktionsstärke akzeptiert, wenn die Spannungsspitzen des Signals noch mit 0,10-0,15 V unter der Störspannung liegen. 9. Motivgesänge akustisch erfahrungslos aufgezogener Fitisse werden ebensowenig als Artgesang akzeptiert, wie der Gesang verschiedener anderer Laubsänger-Arten. Regionale Differenzen in der Auslösewirkung schwedischer Gesänge (ssp. acredula) auf mitteleuropäische Fitisse (ssp. trochilus) und mitteleuropäischer auf ost-polnische Vogel wurden nicht gefunden. 10. Das Verhalten männlicher und weiblicher Wildvögel auf den Erregungsruf, den Imponierlaut, das Kreischen, den Kurzlaut "hid" und auf den Angriffstriller wird beschrieben. Keine dieser z.T. aggressiv motivierten Rufformen löste in vergleichbarem Maße wie das Abspiel von Gesang aggressives Verhalten aus. 11. In der Diskussion werden gestaltbildende Mechanismen im Fitisgesang im Zusammenhang erörtert und redundante Prinzipien werden aufgezeigt. Die trochilus-Strophe ist eine Lautgestalt, die im wesentlichen analog verschlüsselte Informationen enthält und als Markoff-Kette im engeren Sinne anzusprechen ist. Sie ist Auslöser für einen Angeborenen Gestaltbildenden Mechanismus., Die für die Artspezifität der Nachricht essentiellen Strukturen im Gesang von Phylloscopus trochilus wurden mittels modifizierter Klang-Attrappen an territorialen ♂♂ untersucht. Die Methode bietet eindeutige, abgestufte Kriterien für das Erkennen des Artgesanges, welche beschrieben und normiert wurden. 2. Der Fitis-Gesang hält eine bestimmte artspezifische Syntax ein. Die wichtigsten Teile hierin sind die Phrasen 1 und 4. Die Phrasen 2 und 3 fungieren als Überleitung zwischen diesen beiden und üben eine stark fördernde Wirkung für das eindeutige Reagieren auf die zwei vorigen aus, obwohl sie, alleine abgespielt, nicht reaktionsauslösend sind. Es werden Zwischensymboleinflüsse im Dienste akustischer Gestaltwahrnehmung nachgewiesen. Phrasen und Elemente nehmen einen festen Platz in der Syntax ein. Wird diese willkürlich geändert, so kann die Reaktionsstärke bis auf Null absinken. Doppelgesänge sind hoch redundant. Eine Kombination von Phrasen oder Elementen verschiedener Fitis-Gesänge wirkt sich negativ aus. Ein stärkerer reaktionsmindernder Effekt wurde aber durch Einfügen artfremder Gesangselemente und arteigener Rufe in den Gesang erhalten. Dieser kann sich auch auf arttypische Gesangsteile erstrecken, die dem Fremdmotiv voraufgegangen sind. 3. Die Phrasen können nicht ohne Reaktionsverlust verkürzt werden. Die Zeichen-wiederholung ist hier kein redundantes Prinzip. 4. Der Informationsgehalt ist in dem ersten Drittel der Elemente am höchsten und im letzten am geringsten. Modifikationen des intraelementaren Amplitudenverlaufes und des Abklingens (Nachhall) wirken sich nicht negativ aus. Störend sind aber Änderungen im Frequenzverlauf der Elemente. Ein widernatürlicher Verlauf oder auch das Fehlen einer Tonhöhenbewegung bewirken sehr hohen Reaktionsverlust. Über die Bedeutung des Klangcharakters ergaben sich widersprüchliche Resultate. 5. Die Pausen zwischen den Elementen können verkürzt oder fortgelassen nicht aber wesentlich verlängert werden (Kurzzeitgedächtnis-Leistung). Zeitlich gedehnte Strophen wurden wesentlich schwächer beantwortet als geraffte Gesänge. 6. Durch Hochpaß-, Tiefpaß- und Terzfilterung wurde der essentielle Bereich des Frequenzbandes bestimmt. Das Frequenzspektrum ist jedoch wesentlich weiter und gewährt eine hohe Sicherheit gegen störende Einwirkungen auf dem Übertragungswege. Die Frequenzlage der Strophe ist in engen Grenzen fixiert, läßt sich aber ohne Reaktionsverlust im natürlichen Streuungshereich variieren. Transpositionen um ± 3 kHz vernichten schließlich die Artspezifität der Nachricht. 7. Modifikationen des Amplitudenverlaufes innerhalb der Strophe beeinträchtigen die Reaktion nicht. 8. Durch weißes Rauschen gestörte Aufnahmen werden noch mit 80%iger Reaktionsstärke akzeptiert, wenn die Spannungsspitzen des Signals noch mit 0,10-0,15 V unter der Störspannung liegen. 9. Motivgesänge akustisch erfahrungslos aufgezogener Fitisse werden ebensowenig als Artgesang akzeptiert, wie der Gesang verschiedener anderer Laubsänger-Arten. Regionale Differenzen in der Auslösewirkung schwedischer Gesänge (ssp. acredula) auf mitteleuropäische Fitisse (ssp. trochilus) und mitteleuropäischer auf ost-polnische Vogel wurden nicht gefunden. 10. Das Verhalten männlicher und weiblicher Wildvögel auf den Erregungsruf, den Imponierlaut, das Kreischen, den Kurzlaut "hid" und auf den Angriffstriller wird beschrieben. Keine dieser z.T. aggressiv motivierten Rufformen löste in vergleichbarem Maße wie das Abspiel von Gesang aggressives Verhalten aus. 11. In der Diskussion werden gestaltbildende Mechanismen im Fitisgesang im Zusammenhang erörtert und redundante Prinzipien werden aufgezeigt. Die trochilus-Strophe ist eine Lautgestalt, die im wesentlichen analog verschlüsselte Informationen enthält und als Markoff-Kette im engeren Sinne anzusprechen ist. Sie ist Auslöser für einen Angeborenen Gestaltbildenden Mechanismus.]

Affiliations: 1: (Zoologisches Institut der Humboldt-Universität, Berlin, Deutschland

10.1163/156853971X00104
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1971-01-01
2016-12-04

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