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Zur Frage Der Biologischen Bedeutung Des Schwertfortsatzes Von Xiphophorus Helleri

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1) Das Schwert des lebendgebärenden Zahnkarpfens Xiphophoriis laellevi ist ein auffälliges sekundäres Geschlechtsmerhmal des ♂ und hat die typischen Eigenschaften eines Auslösers, nämlich visuelle Auffälligkeit und Unverwechselbarkeit. Trotzdem wurde das helleri-Schwert in der Literatur als ein wichtiges, wenn nicht sogar als einziges Beispiel für die konstruktive Evolution einer relativ komplexen Struktur ohne Einwirkung direkter Selektion herausgestellt. Demgegenüber werden die methodischen Schwierigkeiten betont, die sich immer dann ergeben, wenn der Nachweis geführt werden soll, daß cinc Struktur oder Verhaltensweise keine selektive Bedeutung hat. 2a) Einzelnen helleri-♂♂ (= Subjektfisch,) wurden narkotisierte schwertbesitzende ♂♂, schwertamputierte ♂♂und (= Objektfisch) geboten. Wurde der Subjektfisch vor dem Versuch einer Sammelzucht entnommen, in der ausreichend Kontaktmöglichkeiten mit bestanden, so behandelte er die schwertamputierten ♂♂nicht etwa wie , sondern eindeutig wie Rivalen. Jedoch war die Aggression gegenüber schwertamputierten ♂♂deutlich und statistisch gesichert geringer als gegenüber schwertbesitzenden. b) Wurde der Subjektfisch vor dem Versuch 20 Tage lang sozial isoliert, so behandelte er die schwertamputierten ♂♂dagegen ähnlich wie , die schwertbesitzenden ♂♂jedoch weiterhin wie Rivalen. Erst nach einer Isolationszeit von 40 Tagen wurden sexuelle Reaktionen auch gegenüber schwertbesitzenden ♂♂häufiger. Das wird damit erklärt, daß die 40 Tage isolierten ♂♂unter dem Einfluß sexueller Triebstauung und der damit verbundenen Schwellenerniedrigung nun auch auf die schwachen sexuellen Reize der intakten ♂♂reagierten. 3) Die narkotisierten Objektfische werden den Subjektfischen außerdem auch in einem Glaskäfig dargeboten, so daß außer den Bewegungsreizen auch alle chemischen und taktilen Reize ausgeschlossen waren. Auch unter diesen Versuchsbedingungen wurden die schwertamputierten Objektfische eindeutig als ♂♂erkannt. 4) Es wurden Attrappen aus abgetöteten hergestellt. Durch Anheften eines Schwertes wurde ein starkes Ansteigen aggressiver und ein Abfall sexueller Reaktionen bewirkt. Daraus und aus der geringeren Aggressivität gegenüber den schwTertamputierten ♂♂in den Versuchen mit narkotisierten Objektfischen wird geschlossen, daß vom Schwert Reize ausgehen, die beim männlichen Artgenossen Aggression auslösen. 5) Es wurde die Frage geprüft, ob die ♂♂durch ihren Schwertbesitz aggressive Reaktionen der Rivalen in so starkem Maße auf sich ziehen, daß die auf diese Weise vor der Aggressivität der ♂♂geschützt sind. In einer Gruppe schwertamputierter ♂♂,die gemeinsam mit gehalten wurden, war jedoch keinerlei Aggressivität gegenüber den zu beobachten. 6) Es wird die Frage diskutiert, ob das Schwert den Fortpflanzungserfolg seines Trägers verbessert. Dabei wird von der Voraussetzung ausgegangen, daß die Fähigkeit der ♂♂, scharf zwischen den Geschlechtern zu unterscheiden und sexuelle Reaktionen nur den gegenüber auszuführen, positiven Selektionswert hat. Die angeführten Versuche haben ergeben, daß die Störanfälligkeit dieses Geschlechtsunterscheidungsmechanismus bei zu hoher sexueller Reaktionsbereitschaft durch das Vorhandensein des Schwertes vermindert wird. In Freilanduntersuchungen wird geklärt werden müssen, ob unter natürlichen Verhältnissen tatsächlich eine so hohe sexuelle Reaktionsbereitschaft auftritt, wie sie in den Versuchen mit 20 tägiger Isolation erreicht wurde.

http://brill.metastore.ingenta.com/content/journals/10.1163/156853973x00373
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/content/journals/10.1163/156853973x00373
1973-01-01
2016-02-08

Affiliations: 1: Zoologisches Institut und Zoologisches Museum der Universität Hamburg, B.R.D.

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