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Schallsignale Der Hausmaus (Mus Musculus)

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a) Es wurden 8 verschiedene Laute der weißen Labormaus (Mus musculus, Stamm NMRI) nach Struktur und Auslösbarkeit untersucht und ihre mögliche Bedeutung für die innerartliche Verständigung diskutiert. b) Mit Hilfe von Sonagrammen, Spektrogrammen und Linienspektren können die Laute folgendermaßen charakterisiert werden: 1. Schmerzlaut erwachsener Mäuse : Intensitätsmaximum bei 4 KHz, Aufbau harmonisch, Dauer 120 ± 40 msec. 2. Schmerzlaut von Jungmäusen : Intensitätsmaximum bei 12 KHz und 30 KHz, Aufbau harmonisch, Dauer 120 ± 40 msec. 3. Ultraschallaute von Jungmäusen : Intensitätsmaximum bei 60 KHz, Aufbau nicht harmonisch, Dauer 80 ± 20 msec. 4. Laute beim Drängen von Jungmäusen im Nest: Intensitätsmaximum bei 6KHz, Aufbau harmonisch, Dauer 120 ± 40 msec. 5. Laute von Neugeborenen : Intensitätsplateau von 4-40 KHz, Geräusch mit harmonischen Anteilen, Dauer 140 ± 50 msec. 6. Schmatzlaut von Jungmäusen : Intensitätsmaximum bei 2 KHz, Aufbau nicht harmonisch, Dauer 4 ± 1 msec. 7. Verwirrungslaut erwachsener Weibchen: Intensitätsmaximum bei 70 KHz, Aufbau nicht harmonisch, Dauer 40 ± 20 msec. 8. Abwehrlaut erwachsener Weibchen : Intensitätsmaximum bei 4 KHz und 40 KHz, Aufbau bis 10 KHz harmonisch, Dauer 100 ± 20 msec. c) Die Laute wurden aufgrund der Analyse zu drei in ihrer möglichen Funktion verschiedenen Typen zusammengefaßt : Type I (3, 7) signalisiert Verwirrung und Unbehagen. Typ II (2, 5, 8) soll Aggressionshemmung bei anderen Mäusen bewirken. Typ III (1, 4) ist Zeichen eigener Aktivität bis zur Aggression. Der Schmatzlaut ist in diese Typen nicht einzuordnen. d) Für die altersabhängige Veränderung des Schmerzlautes wurden zwei Hypothesen diskutiert: Stimmbruch oder Änderung der Motivationslage. e) Die Intensitätsverteilung der Laute wurde mit der Empfindlichkeitscharakteristik des Gehörs von Mus muscuclus verglichen. Alle Laute sind für erwachsene Mäuse hörbar. Die Maxima der Intensitätsverteilung und der Gehörempfindlichkeit stimmen weitgehend überein.

Affiliations: 1: (Fachbereich Biologie-Zoologie- der Technischen Hochschule Darmstadt, B.R.D.

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