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Zum Aktivitätsverlauf Des Verhaltensmusters Putzen Bei Einer Gruppe Von Haubenmainahs, Acridotheres Cristatellus (Gm)

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1. An einer Gruppe von sechs Haubenmainahs, Acridotheres cristatellus (Gm), wurde das Gesamtverhalten mit Hilfe von "Synchron-Protokollen" regístriert. Bei dieser Art der Protokollierung wird das Verhalten aller Gruppenmitglieder gleichzeitig erfaβt. Das so gewonnene Datenmaterial wurde für das Verhaltensmuster "Putzen" auf Häufigkeit des Auftretens und Verteilung näher untersucht. 2. Bei allen Tieren wies der Aktivitätsverlauf des Putzens über 12 Stunden (Hellphase) Schwankungen auf. An Vor- und Nachmittag ergaben sich Aktivitatsmaxima (vgl. Abb. 1). Diese stimmten bei allen Tieren einerseits, bei verschiedenen Registrierungen andererseits überein (vgl. Abb. 4.). 3. Über die circadiane Rhythmik hinaus wurde eine kurzzeitige, endogen durchgehende Periodik gefunden, deren Periodenlängen (bei jedem Tier unterschiedlich) im Bereich zwischen 20 und 100 min lagen (vgl. Abb. 3). 4. Die periodische Wiederkehr des Putzens führte zu einem gehäuften Auftreten von Putzhandlungen ínnerhalb weniger Zeiteinheiten (ZE = 30 sec). Ein "Block" solcher Putzhandlungen wurde "Putz-Vorgang" genannt (vgl. Abb. 5). Putz-Vargänge lagen bei den verschiedenen Tieren weit häufiger als zu erwarten im gleichen Zeitraum (vgl. Abb. 5). 5. Ein gruppengebundenes Auftreten von Putzhandlungen konnte nachgewiesen werden (vgl. Abb. 6). Das gemeinsame Auftreten von Putzen konnte auf Stimulierung durch bestimmte Einzeltiere zurückgeführt werden. 6. Zwischen allen Tieren der Gruppe wurden Folgebeziehungen bezüglich des Putzens in der Gruppe festgestellt. Es ergab sich dabei, daß die Stimulierung fast ausschließlich vom α-Tier ausging (vgl. Abb. 7).

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/content/journals/10.1163/156853975x00551
1975-01-01
2015-03-02

Affiliations: 1: Biologisches Institut I der Universität Freiburg i. Br., B.R.D.

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