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Zum Sammel- Und Putzverhalten Der Honigbiene Auf Einer Abblühenden Zwergmispel (Cotoneaster Horizontalis)

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[Auf einer abblühenden Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis) wurden verschiedene Meßgrößen des Verhaltens nektarsammelnder Honigbienen (Apis mellifica) in Abhängigkeit von der Blütenanzahl am Strauch registriert. Mit abnehmender Blütenanzahl sinken die Anzahl der am Strauch sammelnden Bienen (Abb. 1) und die Einzelbesuchsrate (Abb. 2), während die Einzelbesuchsdauer zunimmt (Abb. 3). Eine Verhaltensweise, deren Meßwerte mit abnehmender Blütenanzahl fallen, wird als repräsentativ für die quellenspezifische Sammelbereitschaft angesehen. Mit abnehmender Blütenanzahl steigende Meßwerte einer Verhaltensweise werden interpretiert als repräsentativ für die Bereitschaft, an anderen Futterquellen zu sammeln. Diese Meßwerte ergeben nach Subtraktion von einer Konstanten eine Kurve, welche den Verlauf der Kurve für die quellenspezifische Sammelbereitschaft als Funktion der Blütenanzahl widerspiegelt (Abb. 4). Die Putzrate wächst mit abnehmender Blütenanzahl (Abb. 5). Bei großer Blütenanzahl treten die Putzbewegungen vorwiegend einzeln auf; bei kleiner Blütenanzahl kommen auch häufig Gruppen zu mehreren vor (Abb. 6). Bei niedriger Blütenanzahl sind die einzeln auftretenden Putzbewegungen in etwa 80% der Fälle Rüsselputzbewegungen, dasselbe gilt für die Gruppen zu zweien; mehr als drei Putzbewegungen umfassende Gruppen enthalten meist verschiedenartige Putzbewegungen (Abb. 6, Einschaltfigur). Die Verteilung der Putzbewegungen auf die Körperpartien hängt von der Blütenanzahl ab (Abb. 7): Bei niedriger Blütenanzahl putzen die Bienen bevorzugt den Rüssel, bei hoher Blütenanzahl liegt die Spitze der Verteilung bei den Fühlern. Diese Befunde werden mit den Putzbewegungen verglichen, welche Nektarsammlerinnen auf einer anderen Pflanze (Heracleum sphondylium) ausführten. Die Häufigkeit der auf dem Strauch ausgeführten Putzbewegungen wird bestimmt durch den Grad der Enthemmung der (konstanten) Potential-Putzbereitschaft (Abb. 8). Das Zustandekommen des Putzens wird durch ein Verrechnungsschema gedeutet, welches aufgrund von Versuchsergebnissen entwickelt wurde, die an künstlichen Futterquellen gewonnen worden waren (PFLUMM, 1969a und b). Dieses Schema - welches der Enthemmungshypothese für Ubersprunghandlungen entspricht - läßt sich also auch auf das Putzen von Bienen anwenden, die an natürlichen Futterquellen Nektar sammeln., Auf einer abblühenden Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis) wurden verschiedene Meßgrößen des Verhaltens nektarsammelnder Honigbienen (Apis mellifica) in Abhängigkeit von der Blütenanzahl am Strauch registriert. Mit abnehmender Blütenanzahl sinken die Anzahl der am Strauch sammelnden Bienen (Abb. 1) und die Einzelbesuchsrate (Abb. 2), während die Einzelbesuchsdauer zunimmt (Abb. 3). Eine Verhaltensweise, deren Meßwerte mit abnehmender Blütenanzahl fallen, wird als repräsentativ für die quellenspezifische Sammelbereitschaft angesehen. Mit abnehmender Blütenanzahl steigende Meßwerte einer Verhaltensweise werden interpretiert als repräsentativ für die Bereitschaft, an anderen Futterquellen zu sammeln. Diese Meßwerte ergeben nach Subtraktion von einer Konstanten eine Kurve, welche den Verlauf der Kurve für die quellenspezifische Sammelbereitschaft als Funktion der Blütenanzahl widerspiegelt (Abb. 4). Die Putzrate wächst mit abnehmender Blütenanzahl (Abb. 5). Bei großer Blütenanzahl treten die Putzbewegungen vorwiegend einzeln auf; bei kleiner Blütenanzahl kommen auch häufig Gruppen zu mehreren vor (Abb. 6). Bei niedriger Blütenanzahl sind die einzeln auftretenden Putzbewegungen in etwa 80% der Fälle Rüsselputzbewegungen, dasselbe gilt für die Gruppen zu zweien; mehr als drei Putzbewegungen umfassende Gruppen enthalten meist verschiedenartige Putzbewegungen (Abb. 6, Einschaltfigur). Die Verteilung der Putzbewegungen auf die Körperpartien hängt von der Blütenanzahl ab (Abb. 7): Bei niedriger Blütenanzahl putzen die Bienen bevorzugt den Rüssel, bei hoher Blütenanzahl liegt die Spitze der Verteilung bei den Fühlern. Diese Befunde werden mit den Putzbewegungen verglichen, welche Nektarsammlerinnen auf einer anderen Pflanze (Heracleum sphondylium) ausführten. Die Häufigkeit der auf dem Strauch ausgeführten Putzbewegungen wird bestimmt durch den Grad der Enthemmung der (konstanten) Potential-Putzbereitschaft (Abb. 8). Das Zustandekommen des Putzens wird durch ein Verrechnungsschema gedeutet, welches aufgrund von Versuchsergebnissen entwickelt wurde, die an künstlichen Futterquellen gewonnen worden waren (PFLUMM, 1969a und b). Dieses Schema - welches der Enthemmungshypothese für Ubersprunghandlungen entspricht - läßt sich also auch auf das Putzen von Bienen anwenden, die an natürlichen Futterquellen Nektar sammeln.]

Affiliations: 1: Fachbereich Biologie der Universität Kaiserslautern, B.R.D.

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