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Mock Fighting in Cattle

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[Ein Scheinkampf zwischen zwei Rindern setzt sich aus folgender Verhaltenssequenz zusammen : 1. Aufforderung; hierbei wird die Spielbereitschaft durch freundlichbeschwichtigende Ausdruckweisen kundgegeben. 2. Hornspiel; die beiden Partner reiben sich gegenseitig mit der Stirn und forkeln behutsam mit den Hörnern. 3. Gegenseitiges hin-und-her Schieben. 4. Plötzliches voneinander Ablassen ohne weitere Konsequenz. Scheinkämpfen wurde in einer halb-wilden Bos indicus Herde beobachtet. Es kam bei Tieren beiderlei Geschlechts und aller Altersklassen vor. Kälber begannen in der zweiten Lebenswoche miteinander scheinzukämpfen. Sie waren öfters in Scheinkämpfe verwickelt als erwachsene Rinder. Zwischen den Adulten und den Kälbern kam es nur selten zu Scheinkämpfen; diese beschränkten sich fast ausschließlich auf Mutterkühe und deren Nachkommen. Ab dem vierten Lebensmonat beteiligten sich männliche Tiere wesentlich mehr am Scheinkämpfen als weibliche. Scheinkämpfe zwischen den Geschlechtern kamen selten vor. Die ontogenetische Entwicklung des Scheinkämpfens zwischen männlichen Tieren erwies sich als bimodal: Zwischen dem vierten und zehnten Monat ergab sich eine hohe Aktivität, der zwischen dem 11. und 15. Monat ein deutlicher Abfall folgte. Ein zweiter, sehr auffallender Anstieg stellte sich zwischen dem 16. und 20. Monat ein. Die Entwicklung des Scheinkämpfens erwies sich als unabhängig von jener aggressiv motivierter Verhaltensweisen. Zu Scheinkämpfen kam es vornehmlich zwischen Partnern des gleichen Geschlechts, die sich sowohl im Alter als auch im sozialen Rang nahestanden. Es wurde gefolgert, daß das Scheinkämpfen ein typisch männliches, nicht aggressiv motiviertes Verhalten ist. Es dient dazu, Bewegungsabläufe zu üben, die im Ernstkampf verwendet werden. Gleichzeitig werden im freundlichen Scheinkampf aggressive spannungen zwischen Herdenkumpanen abgebaut und durch das gegenseitige Kräftemessen soziale Rangbeziehungen entwickelt und bekräftigt., Ein Scheinkampf zwischen zwei Rindern setzt sich aus folgender Verhaltenssequenz zusammen : 1. Aufforderung; hierbei wird die Spielbereitschaft durch freundlichbeschwichtigende Ausdruckweisen kundgegeben. 2. Hornspiel; die beiden Partner reiben sich gegenseitig mit der Stirn und forkeln behutsam mit den Hörnern. 3. Gegenseitiges hin-und-her Schieben. 4. Plötzliches voneinander Ablassen ohne weitere Konsequenz. Scheinkämpfen wurde in einer halb-wilden Bos indicus Herde beobachtet. Es kam bei Tieren beiderlei Geschlechts und aller Altersklassen vor. Kälber begannen in der zweiten Lebenswoche miteinander scheinzukämpfen. Sie waren öfters in Scheinkämpfe verwickelt als erwachsene Rinder. Zwischen den Adulten und den Kälbern kam es nur selten zu Scheinkämpfen; diese beschränkten sich fast ausschließlich auf Mutterkühe und deren Nachkommen. Ab dem vierten Lebensmonat beteiligten sich männliche Tiere wesentlich mehr am Scheinkämpfen als weibliche. Scheinkämpfe zwischen den Geschlechtern kamen selten vor. Die ontogenetische Entwicklung des Scheinkämpfens zwischen männlichen Tieren erwies sich als bimodal: Zwischen dem vierten und zehnten Monat ergab sich eine hohe Aktivität, der zwischen dem 11. und 15. Monat ein deutlicher Abfall folgte. Ein zweiter, sehr auffallender Anstieg stellte sich zwischen dem 16. und 20. Monat ein. Die Entwicklung des Scheinkämpfens erwies sich als unabhängig von jener aggressiv motivierter Verhaltensweisen. Zu Scheinkämpfen kam es vornehmlich zwischen Partnern des gleichen Geschlechts, die sich sowohl im Alter als auch im sozialen Rang nahestanden. Es wurde gefolgert, daß das Scheinkämpfen ein typisch männliches, nicht aggressiv motiviertes Verhalten ist. Es dient dazu, Bewegungsabläufe zu üben, die im Ernstkampf verwendet werden. Gleichzeitig werden im freundlichen Scheinkampf aggressive spannungen zwischen Herdenkumpanen abgebaut und durch das gegenseitige Kräftemessen soziale Rangbeziehungen entwickelt und bekräftigt.]

Affiliations: 1: Institut für Anatomie, Physiologie und Hygiene der Haustiere, Bonn, West Germany

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