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Zur Verhaltens-Synchronisation Bei Gruppenweise Gehaltenen Rehen (Capreolus Capreolus)

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[Drei getrennte, künstlich bei extrem hoher Dichte gehaltene Rehgruppen mit je 4 Adult-tieren, wurden während 15 Monaten hinsichtlich ihrer Koordination des Aufenthaltsortes (Wiese oder Wald) untersucht. Verglichen wurde die Austritts-Synchronisation auf die Wiese innerhalb und zwischen den Gruppen. Auf dem gewählten Genauigkeitsniveau (Momentaufnahmen) verhielten sich Mitglieder derselben Gruppe zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten überzufällig synchron. Eine alle 12 Tiere des Geheges erfassende zeitliche Synchronisation, die als art-typisch zu verstehen wäre, konnte nicht nachgewiesen werden. Es scheinen innerhalb der Gruppen soziale Mechanismen synchronisierend zu wirken. Die 3 Gruppen wurden bezüglich dem Aufenthalt auf der Wiese (alle 4 Tiere sichtbar) in Protokollen zu 60 fortlaufenden Minutenintervallen weiter untersucht. Die absolute Austritts-Synchronisation (Minuten mit 4 sichtbaren Tieren pro Beobachtungsstunde) ist zwar jahreszeitlich konstant; gemessen an der jeweiligen Präsenz der Einzeltiere ( = relative Synchronisation) ist sie aber von Dezember bis Ende April hoch und von Mai bis Ende August niedrig; die Herbstmonate (September bis Ende November) stellen eine Uebergangszeit dar. Eine hohe Austritts-Synchronisation (absolut und relativ) beobachtet man in der Morgen- und Abenddämmerung, eine geringe Austritts-Synchronisation (ebenfalls absolut und relativ) tagsüber. Das Verhalten der Gehege-Rehe entspricht im Wesentlichen demjenigen freilebender Rehe, d.h. sie sind vorwiegend gregär im Winter und eher solitär im Sommer. Im Gehege aber, wo die Nahrungssituation durch künstliche Fütterung energetisch immer optimal, ein Auswandern aber trotz extrem hoher Dichte nicht möglich ist, haben sich die Tiere folgendermassen angepasst: Das engere Gruppenleben mit einem hohen Koordinationsgrad dauert im Frühling länger, die Gruppenauflösung im Sommer verläuft sehr unvollständig. Es gibt Hinweise, dass die soziale Anpassung in einer Reduktion der aggressiven Abstossungselemente besteht. Diese erhöhte Toleranz kann eine direkte Folge der guten Nahrungssituation sein. Zwischen den drei Gruppen bestehen Unterschiede im Anpassungsgrad an die besondere Situation. Neben verschiedenen potentiellen und versuchsbedingten Ursachen, ist ein Hauptgrund in der Individualität der Gruppenmitglieder zu suchen., Drei getrennte, künstlich bei extrem hoher Dichte gehaltene Rehgruppen mit je 4 Adult-tieren, wurden während 15 Monaten hinsichtlich ihrer Koordination des Aufenthaltsortes (Wiese oder Wald) untersucht. Verglichen wurde die Austritts-Synchronisation auf die Wiese innerhalb und zwischen den Gruppen. Auf dem gewählten Genauigkeitsniveau (Momentaufnahmen) verhielten sich Mitglieder derselben Gruppe zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten überzufällig synchron. Eine alle 12 Tiere des Geheges erfassende zeitliche Synchronisation, die als art-typisch zu verstehen wäre, konnte nicht nachgewiesen werden. Es scheinen innerhalb der Gruppen soziale Mechanismen synchronisierend zu wirken. Die 3 Gruppen wurden bezüglich dem Aufenthalt auf der Wiese (alle 4 Tiere sichtbar) in Protokollen zu 60 fortlaufenden Minutenintervallen weiter untersucht. Die absolute Austritts-Synchronisation (Minuten mit 4 sichtbaren Tieren pro Beobachtungsstunde) ist zwar jahreszeitlich konstant; gemessen an der jeweiligen Präsenz der Einzeltiere ( = relative Synchronisation) ist sie aber von Dezember bis Ende April hoch und von Mai bis Ende August niedrig; die Herbstmonate (September bis Ende November) stellen eine Uebergangszeit dar. Eine hohe Austritts-Synchronisation (absolut und relativ) beobachtet man in der Morgen- und Abenddämmerung, eine geringe Austritts-Synchronisation (ebenfalls absolut und relativ) tagsüber. Das Verhalten der Gehege-Rehe entspricht im Wesentlichen demjenigen freilebender Rehe, d.h. sie sind vorwiegend gregär im Winter und eher solitär im Sommer. Im Gehege aber, wo die Nahrungssituation durch künstliche Fütterung energetisch immer optimal, ein Auswandern aber trotz extrem hoher Dichte nicht möglich ist, haben sich die Tiere folgendermassen angepasst: Das engere Gruppenleben mit einem hohen Koordinationsgrad dauert im Frühling länger, die Gruppenauflösung im Sommer verläuft sehr unvollständig. Es gibt Hinweise, dass die soziale Anpassung in einer Reduktion der aggressiven Abstossungselemente besteht. Diese erhöhte Toleranz kann eine direkte Folge der guten Nahrungssituation sein. Zwischen den drei Gruppen bestehen Unterschiede im Anpassungsgrad an die besondere Situation. Neben verschiedenen potentiellen und versuchsbedingten Ursachen, ist ein Hauptgrund in der Individualität der Gruppenmitglieder zu suchen.]

Affiliations: 1: (Abteilung Ethologie und Wildforschung, Zoologisches Institut der Universität Zürich, Schweiz

10.1163/156853984X00380
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1984-01-01
2016-05-03

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