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Tetradic Encounters of Wistar Rats (Rattus Norvegicus) After Social Deprivation: Sequential and Temporal Organisation of Behaviour

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[Um verschiedene Zustände sozialer Deprivation zu erzielen, wurden junge männliche Wistar-Ratten unter unterschiedlichen sozialen Bedingungen gehalten: Gruppenhaltung zu vier Tieren, Einzelhaltung über 3-4 Wochen und Kontakthaltung. Uber "tetradische encounter" wurde der Einfluß der sozialen Deprivation auf die sequentielle und zeitliche Organisation des Verhaltens untersucht. Die encounter fanden in einer "open field"-Arena statt, sie dauerten 15 min und beinhalteten jeweils vier Tiere. Obwohl die soziale Deprivation durch Einzel- oder Kontakthaltung einen starken Einfluß auf die Zusammensetzung des Verhaltens aus verschiedenen Verhaltensbereichen ausübte, blieben dennoch die sequentiellen und zeitlichen Beziehungen von den Haltungsbedingungen im wesentlichen unberührt. Bei allen Haltungsgruppen traten dieselben sequentiellen Ubergänge zwischen Verhaltensklassen auf: Ruhen --> Ambulation (letztere Klasse wechselseitig mit Exploration verknüpft) --> soziale Investigation --> Spiel --> Aggression und aggresives Spiel. Eine ähnliche Konstanz fand sich auch bei der zeitlichen Organisation. Die Zeitabschnitte, während derer eine Verhaltensklasse bevorzugt geäußert wurde, entsprachen sich bei den Haltungsgruppen, variierten aber von Verhaltensbereich zu Verhaltensbereich. Auch die Kreuzkorrelationsbeziehungen zwischen Verhaltensuntertypen ergaben große Gemeinsamkeiten zwischen den Haltungsgruppen. Zwei Typen derselben Klasse (z.B. Spiel) traten bevorzugt in zeitlicher Nachbarschaft des jeweils anderen auf. Bei Typen unterschiedlicher Klassen zeigte sich dagegen eine Vermeidung zeitlicher Nähe. Bei Klassen, die nicht durch eine bevorzugte sequentielle Ubergangsbeziehung miteinander verbunden waren, war die Vermeidung zeitlich symmetrisch, wohingegen eine Assymmetrie bei den Typen auftrat, welche Klassen zugehörten, die bevorzugt aufeinander folgten. Soweit sie in dieser Studie untersucht wurden, erwiesen sich die Prinzipien der sequentiellen und zeitlichen Verhaltensorganisation als unabhängig von den sozialen Haltungsbedingungen. Diese Invarianz wurde als Ausdruck einer arttypischen zentralnervösen Steuerung interpretiert, die durch soziale Deprivation nicht substantiell beeinflußt wurde. Es werden hypothetische Steuerungskomponenten vorgeschlagen, die an der Kontrolle von "Verhaltensphasen" beteiligt sind., Um verschiedene Zustände sozialer Deprivation zu erzielen, wurden junge männliche Wistar-Ratten unter unterschiedlichen sozialen Bedingungen gehalten: Gruppenhaltung zu vier Tieren, Einzelhaltung über 3-4 Wochen und Kontakthaltung. Uber "tetradische encounter" wurde der Einfluß der sozialen Deprivation auf die sequentielle und zeitliche Organisation des Verhaltens untersucht. Die encounter fanden in einer "open field"-Arena statt, sie dauerten 15 min und beinhalteten jeweils vier Tiere. Obwohl die soziale Deprivation durch Einzel- oder Kontakthaltung einen starken Einfluß auf die Zusammensetzung des Verhaltens aus verschiedenen Verhaltensbereichen ausübte, blieben dennoch die sequentiellen und zeitlichen Beziehungen von den Haltungsbedingungen im wesentlichen unberührt. Bei allen Haltungsgruppen traten dieselben sequentiellen Ubergänge zwischen Verhaltensklassen auf: Ruhen --> Ambulation (letztere Klasse wechselseitig mit Exploration verknüpft) --> soziale Investigation --> Spiel --> Aggression und aggresives Spiel. Eine ähnliche Konstanz fand sich auch bei der zeitlichen Organisation. Die Zeitabschnitte, während derer eine Verhaltensklasse bevorzugt geäußert wurde, entsprachen sich bei den Haltungsgruppen, variierten aber von Verhaltensbereich zu Verhaltensbereich. Auch die Kreuzkorrelationsbeziehungen zwischen Verhaltensuntertypen ergaben große Gemeinsamkeiten zwischen den Haltungsgruppen. Zwei Typen derselben Klasse (z.B. Spiel) traten bevorzugt in zeitlicher Nachbarschaft des jeweils anderen auf. Bei Typen unterschiedlicher Klassen zeigte sich dagegen eine Vermeidung zeitlicher Nähe. Bei Klassen, die nicht durch eine bevorzugte sequentielle Ubergangsbeziehung miteinander verbunden waren, war die Vermeidung zeitlich symmetrisch, wohingegen eine Assymmetrie bei den Typen auftrat, welche Klassen zugehörten, die bevorzugt aufeinander folgten. Soweit sie in dieser Studie untersucht wurden, erwiesen sich die Prinzipien der sequentiellen und zeitlichen Verhaltensorganisation als unabhängig von den sozialen Haltungsbedingungen. Diese Invarianz wurde als Ausdruck einer arttypischen zentralnervösen Steuerung interpretiert, die durch soziale Deprivation nicht substantiell beeinflußt wurde. Es werden hypothetische Steuerungskomponenten vorgeschlagen, die an der Kontrolle von "Verhaltensphasen" beteiligt sind.]

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/content/journals/10.1163/156853990x00473
1990-01-01
2015-05-25

Affiliations: 1: (Institut für Neuropsychopharmakologie, FU Berlin

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