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Cornelis Van Vollenhoven Over Onze Nationale Staatsrechtsstudie

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image of Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du Droit / The Legal History Review

Cornelis van Vollenhoven (1874-1933), Professor des Rechts der (damaligen) niederländischen Kolonien an der Leidener Universität (1901-1933), hat in einer Mitteilung an die Königliche Niederländische Akademie der Wissenschaften über 'Nationales Staatsrechtsstudium' (1930) historische Untersuchungen angestellt nach der Pflege der Staatsrechtswissenschaft in den Niederlanden. Offensichtlich verfolgte Van Vollenhoven das rechtstheoretische Ziel festzustellen, was 'eigentlich' Staatsrechtswissenschaft ist, d.h. was Staatsrechtswissenschaft sein soll. Die Aanteekening op de Grondwet ('Kommentar zum Grundgesetz', 1. Aufl. 1839, 2e Aufl. 1841-1843) des berühmten Leidener Professors und späteren Staatsmannes Johan Rudolf Thorbecke (1798-1872) war in Van Vollenhovens Augen offenbar zwar nicht das Alpha und Omega in dieser Materie, sondern schon ein Modell der Staatsrechtswissenschaft. Für Van Vollenhoven ist Staatsrechtswissenschaft Studium des positiven Rechts, und ist Staatslehre keine Staatsrechtswissenschaft. Van Vollenhoven war kein Verehrer 'aristotelischer Allgemeinplätzen' in der Staatsrechtswissenschaft und er wehrte sich gegen das sogenannte 'antirevolutionaire Staatsrecht' des Guillaume Groen van Prinsterer (1801-1876 ; Groen war in seiner Staatslehre beeinflußt von C.L. von Haller, und später von F.J. Stahl) und seinen Nachfolgern (beispielsweise: A.F. de Savornin Lohman (1837-1924)). Diese 'kirchliche', d.h. 'unwissenschaftliche' Richtung in der Staatsrechtswissenschaft seiner Zeit betrachtete er als ein typisch niederländisches Phänomen. Van Vollenhovens anachronistischer Denkansatz hat m.E. zu einer völlig falschen Betrachtungsweise der Geschichte der niederländischen Staatsrechtswissenschaft geführt. Außerdem ging Van Vollenhoven außerordentlich schlampig um mit den historischen Quellen. Er war der Meinung, daß der Franeker Professor Ulrik Huber (1636-1694) der erste Jurist in den Niederlanden, und vielleicht mit Ph.R. Vitriarius (1647-1720) in ganz Europa, gewesen sei, der sich mit Staatsrechtswissenschaft beschäftigt hat (er hatte offenbar nie einen Blick in die Schriften von Männern wie Dominicus Arumeus (1579-1637) und Johannes Limnaeus (1593-1663) geworfen). Huber hat sich aber - anders als Van Vollenhoven behauptete - nie mit dem positiven Staatsrecht als eigenständiger juristischer Disziplin auseinandergesetzt. Van Vollenhovens Ausführungen sind deshalb völlig unhaltbar: der berühmte Leidener Gelehrte war Opfer seiner Nachlässigkeit und einer bornierten liberalen Wissenschaftsauffassung.

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1993-01-01
2016-08-25

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