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Popularisering Van Het Recht in Nederland

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image of Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis / Revue d'Histoire du Droit / The Legal History Review

Seit etwa 1870 wuchs die Kritik an der niederländischen Rechtspflege. Das Recht hatte sich nach Auffassung vieler fortschrittlicher Juristen von der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung und der Praxis des Lebens entfremdet, infolge einer zu weit geführten dogmatisch-juristischen Betrachtungsweise in der (Privat)Rechtswissenschaft einerseits, und eines zu lässigen Tätigwerdens des Gesetzgebers andererseits. Das Gesetz war wegen des mangelhaften Stils und der Unverständlichkeit des Textes dem Volke fast völlig fremd. Auch die richterlichen Entscheidungen werden kritisiert auf Grund ihres unergründlichen und dunklen Sprachgebrauchs, ihres Formalismus und geradezu Barbarismus. Die Problematik der Technik, der Sprache und des Stils der Rechtsprechung und der Gesetzgebung wurden ausgiebig diskutiert in 'Het Paleis van Justitie', einem populären Wochenblatt für nationale und ausländische Rechtspflege, wie auch anderswo. Die Inspiration zu diesem Thema sollte man suchen in den Werken deutscher Juristen, wie R. von Jhering, O. von Gierke und G. Beseler. Immer wieder bittet man in Nachfolge der deutschen Vorbilder um Beachtung der Sprache und der Technik der Gesetzgebung und um Aufmerksamkeit für die Prinzipien des sorgfältigen Sprachgebrauchs in richterlichen Entscheidungen. Die Bemühungen der niederländischen Juristen mit diesen Reformbestrebungen im Rechtsleben waren mehr oder weniger politisch inspiriert: Angst vor dem wachsenden Sozialismus und vor dem Abbau der bürgerlichen Gesellschaft war ein grundlegendes Motiv in der Diskussion. Gleichzeitig spielte das aufblühende Nationalgefühl eine wichtige Rolle bei den Bemühungen um die Populärisierung des Rechts: die Integration des Volkes in der Gesellschaft verlangte ein 'zugängliches' Recht.

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1995-01-01
2016-12-05

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