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Herman Meindertsz. Doncker - Ein origineller Künstler zweiten Ranges

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image of Oud Holland - Quarterly for Dutch Art History

Das Œuvre Donckers zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus, im Gegensatz zu den meisten Malern seiner Zeit, die sich stark spezialisierten, vor allem dann, wenn sie keinen humanistischen I lintergrund hatten und zu den so genannten "Gentleman-Malern" gehörten, sondern der handwerklichen Tradition verpflichtet waren. Donckers Anfänge als Meister zeigen zunächst auch eine eindeutige Spezialisierung im Genre der galanten Gesellschaften in Nachfolge von Dirk Hals in Haarlem. Trotzdem scheute er sich nicht den artfremden Auftrag eines Reiterporträts anzunehmen. Wie nahezu alle Maler der Zeit malte er zwar auch Porträts für den Lebensunterhalt; derartig monumentale Stücke fallen jedoch aus dem Rahmen. Möglicherweise unter dem Druck der Verschiebung des Marktes, der fröhlichen Gesellschaften ab circa 1640 geringere Absatzmöglichkeiten bot, und in Verbindung mit seinem Umzug nach Enkhuizen, der ihn zwang einen neuen Kundenstamm aufzubauen, versuchte Doncker neue Bereiche zu erschließen.81 Er experimentierte mit historischen und arkadischen Szenen in verschiedenen Stilen, nach sowohl biblischen wie antiken Vorlagen, aber auch nach populärer Literatur, wobei er vielfach originelle Momente für die Darstellung wählte. Erstaunlich ist dabei seine Vorliebe für italianisierende Landschaften mit ausführlicher Ruinenarchitektur und entsprechenden Staffagefiguren, jedoch ohne das für die Italianisanten typische sonnige, warme, südliche Licht. Vor allem aber verdiente er in seiner Zeit in Enkhuizen sein Geld mit Porträts, in die er seine italianisierenden Landschaften integrierte und in denen er mit den riesenhaft vor niedrigem Horizont plazierten Figuren ein eigenes Standardidiom entwickelte. Daneben präsentierte er wiederholt originelle Bildlösungen, die seinen Einfallsreichtum und seine Kreativität bei der Erfüllung besonderer Kundenwünsche bezeugen, auch wenn er vielleicht maltechnisch nicht allen Anforderungen gerecht wird. Leider konnten bisher keine der dargestellten Familien und nur wenige der Einzelporträts identifiziert werden. Mit Sicherheit könnten durch die Kenntnis der Identität der Abgebildeten mehr Details, beziehungsweise die Bedcutung der Wahl einer bestimmten Darstellungsform erklärt werden. Abgesehen von der Phasicrung seines Œuvres nach Genres fröhliche Gesellschaften in den dreißiger Jahren, Historienstücke in der Mitte der vierziger Jahre des 17. Jahrhunderts - ist es schwierig Donckers Werke zu datieren. Die frühen Porträts ausgenommen, die noch dem Haarlemer Idiom verpflichtet sind, lassen sich innerhalb der einmal von ihm selbst entwickelten Bildform kaum Veränderungen wahrnehmen, die eine Weiterentwicklung andeuten. Die Herausforderung scheint für Doncker jeweils in der Erschließung eines anderen, für ihn neuen Genres zu liegen. So unbekannt der Name Doncker heute auch sein mag, so hatte er doch in Enkhuizen einen breiten Kundenstamm und sein Porträtstil fand zu seiner Zeit bereits Nachfolger. Das Porträt eines Mädchens in Tel Avi v stammt deutlich nicht von Donckers Hand, benutzt aber sein Idiom der riesenhaften Figur vor kleiner Ruinenlandschaft (Abb.17).82 Darüber hinaus wurden die letzten Jahrhunderte hindurch immer wieder Werke unter seinem Namen verkauft,83 ohne dass dies den entsprechenden Niederschlag in den Künstlerlexika der Zeit gehabt hätte.84 Die Tatsache, dass er viele seiner Werke mit vollem Namen signierte, dürfte in früherer Zeit dazu beigetragen haben, dass seine Werke nicht ihrer Urheberschaft beraubt wurden. Heute erleichtert uns dies die Zuschreibung.

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2000-01-01
2016-12-03

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